Statistischer Zuwachs bei Feinschnitttabaken im 1. Quartal 2011

Aber: Tatsächliche Industrieauslieferungen an den Handel bleiben konstant. Das Statistische Bundesamt hat am 20. April 2011 die amtliche Banderolenstatistik für das 1. Quartal 2011veröffentlicht. Hierzu nimmt der VdR wie folgt Stellung:

Die parallele Bestellung von alt- und neupreisigen Steuerbanderolen vor der zum 1. Mai anstehenden Tabaksteuererhöhung hat in den ersten Monaten von 2011 zu einem statistischen Wachstum bei Feinschnitttabaken geführt (+ 24,7). Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die tatsächlichen Auslieferungen der Industrie an den Handel im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben sind (jeweils ca. 6.200 t).

Innerhalb des Feinschnittsmarktes ist seit einiger Zeit eine unterschiedliche Entwicklung zu beobachten: Klassische Feinschnitttabake zum Drehen oder Stopfen verlieren kontinuierlich Absatzmengen wohingegen Volumentabake, die nur zum Stopfen von Zigaretten verwendet werden, eine steigende Absatztendenz aufweisen.

„Es ist noch offen wie die Verbraucher auf die Tabaksteuer bedingt höheren Preise ab 1. Mai 2011 reagieren werden.“, sagt Franz Peter Marx, Hauptgeschäftsführer des VdR. „Wir bewerten einerseits kleine und marktschonende Steuerschritte als sinnvoll, sehen aber auch in der Tendenz einen Absatzrückgang bei Feinschnitt, insbesondere vor dem Hintergrund der deutlich angehobenen Mindeststeuer um bis zu 13,- €/kg. Vieles wird davon abhängen, inwieweit die Verbraucher trotz gestiegener Preise weiter auf inländische Tabakerzeugnisse vertrauen oder verstärkt zu Schmuggelware oder Grenzverkäufen wechseln. Feinschnitttabake haben hier eine wichtige fiskalische Pufferfunktion zur Absicherung des nationalen Tabaksteueraufkommens zur Finanzierung gesamtstaatlicher Aufgaben.“

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