VdR kommt nach Berlin

Mitgliederversammlung beschließt Umzug der Verbandsgeschäftsstelle von Bonn nach Berlin.

Der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) zieht von Bonn nach Berlin. Dies kündigte Patrick Engels, Vorsitzender des VdR, am Donnerstag in Bonn anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung an. „Wir müssen unsere politischen und strategischen Aufgaben in Berlin bündeln“, sagte Engels. Die Mitgliederversammlung habe daher beschlossen, die Geschäftsstelle des VdR nach 61 Jahren in Bonn in die Bundeshauptstadt zu verlegen. Der VdR verstehe sich als Verband, der die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik überzeugend zum Ausdruck bringen müsse, begründete Engels die Standortverlegung.

Die vom VdR repräsentierten Unternehmen der deutschen Rauchtabakindustrie erwirtschaften einen Umsatz von insgesamt über 2,1 Mrd. Euro (2014). Bereits im Juli wird der neue Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster die Geschäftsstelle des VdR im Umfeld des Gendarmenmarktes eröffnen. “Das Geschäft des VdR wird immer politischer. Deshalb geht es darum, die Nähe zu den Entscheidern und den politischen Gremien noch stärker zu suchen”, sagte von Foerster. “Der Umzug wird sich als großer Vorteil erweisen”. Alle wichtigen Institutionen, Verbände und Medien seien nur einen Steinwurf entfernt.

Der VdR wurde 1920 als Wirtschaftsverband in Bamberg gegründet und unter dem Nationalsozialismus aufgelöst. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der VdR in Vlotho als „Verband der Rauchtabak- Kautabak- und Schnupftabakhersteller in der britisch besetzten Zone Deutschlands e.V.“ wieder gegründet. Der Sitz des Verbandes ist 1954 von Vlotho nach Bonn verlegt worden. 1961 erfolgte die Fusion mit dem Bundesverband der Tabakwarenimporteure. Der VdR gründete gemeinsam mit seinem Schwesterverband aus den Niederlanden, der Vereniging Nederlandse Kerftabakindustrie (VNK), 1990 den Verband der europäischen Rauchtabakindustrie (ESTA) mit Sitz in Brüssel.

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