Kolumne: Marx & Engels (September 2014)

Unser Web gib uns heute

Marx und Engels bringen es auf den Punkt. Die im VdR Verband der deutschen Rauchtabakindustrie e.V. tatsächlich existenten Herren Franz Peter Marx, Hauptgeschäftsführer des VdR, und Patrick Engels, Vorsitzender des VdR, werfen im monatlichen Rhythmus einen augenzwinkernden Blick auf Dinge des Zeitgeschehens.

kolumne-marx-engelsMarx: Noch Fragen, Engels?

Engels: Natürlich, Marx. Heute schon mit den Fingern geknackt oder in der Nase gebohrt?

Marx: Bitte, Engels, ich pflege zwar die eine oder andere schlechte Angewohnheit, aber diese gehen Sie definitiv nichts an. Worauf wollen Sie hinaus?

Engels: Unlängst habe ich eine durchaus putzige Umfrage aus Großbritannien zu den Alltagsgewohnheiten gelesen, welche die Briten auf keinen Fall missen wollen. Fingerknacken landete auf Platz 10, hinter so erklecklichen Beschäftigungen wie: mit vollem Mund reden, Nasebohren, Fingernägel knabbern und Reality TV.

Marx: Wo landete denn das Rauchen?

Engels: Nur auf Rang vier. Schokolade kam übrigens auf Platz 7. Seltsamerweise wurde Alkohol gar nicht erwähnt.

Marx: Wenn ich richtig mitgezählt habe, fehlen aber noch drei unverzichtbare Gewohnheiten.

Engels: Richtig, Marx. Auf Platz 3 landete Koffein mit 15 Prozent hinter Fluchen mit 18 Prozent. Der Gewinner aber heißt – Trommelwirbel – soziale Netzwerke. Facebook, Twitter und Co. sind für 24 Prozent der Briten mittlerweile unverzichtbar. Getrieben werden die Websüchtigen offenbar von der Angst, etwas zu verpassen.

Marx: Abgesehen von dem Bild, das die Insulaner damit abgeben, und der Tatsache, dass in Großbritannien womöglich zweifelhafte Umfragen abgehalten werden, ist das doch ein Fall für Brüssel, Engels. Da muss es doch mal Klick machen! Hiermit appelliere ich dringend an die EU-Kommission: Das Internet verlangt nach Warnhinweisen! Wer Facebook anklickt, dem muss es entgegen springen: „Die folgenden Inhalte können Groß-, Klein und Stammhirn schädigen.“ Wahlweise auch: „Facebook ersetzt Ihre Fruchtbarkeit nicht!“

Engels: Bei jedem Google-Aufruf muss es heißen: „Das Internet enthält Inhalte, welche Ihre geistige Gesundheit und die Ihres ungeborenen Kindes beeinträchtigen können.“ Und bei Twitter ist folgende Warnung zu beachten: „Dieser Text enthält in der Regel keinen Inhalt.“

Marx: Kurz und knackig könnte man auch den obligatorischen Hinweis verordnen: „Internet kann doof machen“ – oder britisch. Sagen Sie Engels, wo haben Sie diese Umfrage eigentlich her?

Engels: Aus dem Internet natürlich, woher sonst?

Marx: Darauf brauche ich jetzt dringend eine Rauchpause