Steueraufkommen:
Tabakprodukte bescheren dem Bund 15 Milliarden Euro

Bundesfinanzminister Schäuble konnte 2015 Überschüsse in Höhe von 12,1 Milliarden Euro verbuchen. Geld, das angesichts der anstehenden Herausforderungen dringend benötigt wird. Einen wichtigen Beitrag leistet die Tabakindustrie: Die Unternehmen führten 2015 rund 15 Milliarden Euro Tabaksteuer an den Bund ab. Das entspricht gut 2,5 Prozent des Gesamtsteueraufkommens. Damit dies so bleibt, muss die Politik maßvoll regulieren.

Tabak: Vielfalt made in Germany

Der deutsche Tabakmarkt ist von einer enormen Vielfalt geprägt – von der Zigarette über Kautabak und Zigarren/Zigarillos bis hin zu Pfeifen- und Schnupftabak. Mehrere tausend Einzelartikel führen die deutschen Traditionshersteller in ihrem Angebot. Die weit überwiegende Mehrheit der VdR-Mitglieder zählt zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), denen die Politik regelmäßig Unterstützung zusichert.

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Deutsche Tabakindustrie stärken

Umso wichtiger ist es, in der politischen Rahmensetzung die Besonderheiten des Marktes zu berücksichtigen:

  • Vielfalt erfordert maßgeschneiderte Regulierung: Die verschiedenen Tabakprodukte unterscheiden sich erheblich. Dies hat die Politik in Brüssel und Berlin stets berücksichtigt. Unverständlich ist daher, warum die EU nun von diesem Prinzip abweicht und in der Tabakproduktrichtlinie völlig unrealistische Anpassungsfristen für die Hersteller etwa von Feinschnitttabaken vorsieht – und zahlreiche mittelständische Unternehmen damit in den Ruin treibt.
  • KMU nicht mit Bürokratie überlasten: Die kleinen und mittelständischen Betriebe – ihre Mitarbeiterzahlen variieren zwischen fünf und mehreren Hundert – können komplizierte bürokratische Anforderungen deutlich schwerer erfüllen als internationale Tabakkonzerne. Hier gilt es, Regulierungen schlank und verständlich zu halten und, wenn möglich, sinnvolle Ausnahmen für KMU zu gewähren.

 

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