Jugendschutz:
Präventionsmaßnahmen wirken

Die Maßnahmen der Tabakwirtschaft zum Jugendschutz sind voll wirksam. Die Quote jugendlicher Raucher befindet sich auf ihrem niedrigsten Niveau. Weitere Fortschritte sind möglich – wenn die Politik bestehende Regeln konsequent überwacht.

jugendliche-raucher-previewDeutsche Tabakhersteller und die Politik sind mit ihren Präventionsmaßnahmen erfolgreich: Der Anteil der Raucher unter den 12- bis 17-Jährigen ist zwischen 2001 und 2015 von 27,5 auf 7,8 Prozent zurückgegangen. Die Quote der Jugendlichen, die noch nie geraucht haben, wuchs im selben Zeitraum von 41 auf 79 Prozent.

Kein Tabak für Kinder und Jugendliche

Der bewährte Ansatz: Nur informierte Erwachsene sind in der Lage, die Risiken des Tabakrauchens abzuwägen und sich bewusst für oder gegen den Konsum zu entscheiden. Gemäß Jugendschutzgesetz darf der Tabakkonsum den unter 18-Jährigen nicht gestattet werden – das Mindestalter wurde 2007 auch auf Drängen der Tabakhersteller um zwei Jahre heraufgesetzt. Entsprechend richten sich sämtliche Marketing- und Werbeaktivitäten der VdR-Mitglieder seit vielen Jahren ausschließlich an Erwachsene. Beleg dafür ist beispielsweise, dass sie nicht in Sportstätten, in unmittelbarer Nähe zu Schulen und Jugendzentren sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln werben. Die „rauchfrei“-Jugendkampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung begrüßt der VdR ausdrücklich.

Länder gefordert bei Kontrolle gesetzlicher Regelungen

Zum wirkungsvollen Schutz gehört, dass Minderjährige konsequent und ausnahmslos keinen Zugang zu Tabakprodukten erhalten. Das Jugendschutzgesetz sieht dazu folgende Regelungen vor:

  • Zigarettenautomaten dürfen nur mit technischen Vorrichtungen zur Altersverifizierung aufgestellt werden.
  • An allen anderen Verkaufsstellen dürfen Tabakwaren nicht an unter 18-Jährige abgegeben werden.

Um den positiven Trend zu einer rauchfreien Jugend fortzuführen, ist die Politik gefordert: Derzeit wird die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes von den Bundesländern nicht systematisch kontrolliert – sowohl im Hinblick auf das öffentliche Rauchen als auch den Tabakverkauf. Es ist nicht ersichtlich, warum Gaststätten stichprobenartig von den Behörden überprüft werden, während die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes nicht kontrolliert wird.

 

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