Wissenswertes über Schnupftabak.

Schnupftabakkonsum ist in Europa die älteste Form des Tabakgenusses rauchloser Art. Im 18. Jahrhundert gelangten die Geheimnisse der Schnupftabakfabrikation aus Spanien und Frankreich nach Deutschland. 1733 wurde die erste Schnupftabakfabrik im süddeutschen Raum gegründet.

Es gibt viele Sorten Schnupftabak mit feinen, natürlichen Aromen, die dem jeweiligen Geschmack des Schnupftabak-Genießers Rechnung tragen. Man unterscheidet zwei charakteristische Gattungen von Schnupftabak:

Der klassische bayerische Schmalzler wird seit über 100 Jahre in Landshut/Geisenhausen hergesellt. Er ist dunkelfarbig, mittelfein im Korn relativ feucht und durch die Verwendung von feinen Ölen mild im Genuss. Der Schmalzler trägt seinen Namen durch die früher vorgenommene Verfeinerung des Schnupftabaks mit Butterschmalz. Für die Herstellung des klassischen Schmalzlers wird der Rohtabak nicht gemahlen, sondern traditionell in Reibsteinen zerrieben. Im Anschluss wird das entstandene Mehl mit einer aromatisierten Soßierung vermengt. Die anschließende Gärung (Fermentation) erfolgt im Rahmen einer Wärmebehandlung.

Von weitaus größerer Bedeutung ist heute die Produktion von Snuff. Snuff ist fein gemahlen und meist mit Pfefferminzölen, Eukalyptusöl und Menthol angereichert. Die Herstellung des Schnupftabaks erfolgt heutzutage im sog. Schnellverfahren. Für die Herstellung von Snuff wird aus fermentierten und entrippten Tabakblättern ein Mehl hergestellt. Die feine Zerkleinerung erfolgt mit äußerst schnelllaufenden Mühlen. Das entstandene Mehl wird mit einer Soßierunglösung angefeuchtet und mehrere Wochen in einem kühlen Raum gelagert. Hier können die Aromen ausreifen ohne eine zusätzliche Gärung (Fermentation) anzustoßen.

Schnupftabak