Rauchverbote und Alternativen

Der VdR setzt sich für einen verantwortungsbewussten Umgang beim Genuss von Feinschnitttabaken, Pfeifentabaken sowie Zigarren/Zigarillos ein.

An bestimmten öffentlichen Orten sollte aus der Sicht des VdR das Rauchen gesetzlich oder durch Hausrecht geregelt werden, dazu gehören u.a. Behörden, Schulen und Krankenhäuser. Hier sind Regelungen, die eng umrissene Ausnahmen (Raucherzonen) zulassen, zu befürworten.

Totale Rauchverbote in der Gastronomie, wie derzeit in Bayern und NRW praktiziert, lehnen wir aus grundsätzlichen Erwägungen ab.

In Orten und Einrichtungen, in denen man sich freiwillig aufhält, ist ein generelles Rauchverbot abzulehnen. Dies gilt insbesondere für Restaurants, Gaststätten, Bars und Diskotheken. Für diese Lebensbereiche schlägt der VdR intelligente und differenzierte Lösungen vor und begrüßt daher u. a. das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 30. Juli 2008, nach dem das Rauchen in gekennzeichneten Einraumgaststätten bis 75 m² (für Gäste ab 18 Jahren) wieder zulässig ist. Mit ihrem Urteil haben die Verfassungsrichter einen pragmatischen und ausgleichenden Weg zwischen dem Nichtraucherschutz und den Interessen von Gastronomie und Gästen aufgezeigt, der sich auch in den gesetzlichen Bestimmungen vieler Bundesländer wiederfindet.

Daneben befürwortet der VdR die Prüfung innovativer technischer Lösungen in der Gastronomie zur Verbesserung der Innenraumluft.

In der zum Teil ideologisch geführten Debatte um das Thema Nichtraucherschutz sollte die gegenseitige Verständigung zwischen Rauchern und Nichtrauchern Vorrang vor gesetzlichen Regelungen erhalten, um auf diese Weise eine gesellschaftspolitische Akzeptanz im Wege der „Freiwilligkeit“ des Zusammenlebens zu gewinnen. Dies gilt neben der Gastronomie insbesondere für die jüngst geführten Diskussionen um Aufenthaltsorte wie Balkone und Autos.

VdR Verband der deutschen Rauchtabakindustrie e.V.
German Smoking Tobacco Association
Stand: 1. Januar 2015

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