TabakKultur. Made in Germany.

TabakKultur ist Tradition.

Tabak ist ein Kulturgut mit langer Tradition und einer wechselvollen Geschichte. Von Christoph Kolumbus entdeckt, wurde er schon im 16. Jahrhundert vom Franzosen Jean Nicot auf dem europäischen Markt verbreitet. Von ihm bekam die Tabakpflanze auch ihren neulateinischen Namen: „herba Nicotiana“. Tabak blickt damit auf eine über 400-jährige Geschichte in Europa zurück, für das Jahr 1573 ist sein Anbau in Deutschland sogar urkundlich belegt.

Der Tabak begann seine Erfolgsgeschichte als Zierpflanze und wurde dann als Heilpflanze verwendet, bevor er als Genussmittel endgültig den Durchbruch schaffte. Damit der steigende Bedarf gedeckt werden konnte, wurde Tabak bald auch in Europa professionell landwirtschaftlich angebaut. Auch die Formen des Konsums entwickelten sich mit der Zeit weiter: Bis zum 18. Jahrhundert war besonders das Schnupfen des Tabaks verbreitet. Ende des 18. Jahrhunderts und zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen Pfeifen und Zigarren in Mode. Schließlich wurde der Tabak als Feinschnitt vielfach in Papier eingerollt. Erst sehr viel später entstand die vorgefertigte Fabrikzigarette.

Kleine Tabakkunde

In der Natur finden sich Tabakpflanzen in großer Vielfalt. Heute sind über 70 Arten des Nachtschattengewächses Tabak bekannt. Die wichtigsten Arten sind Nicotiana sylvestris (Ziertabak), Nicotiana rustica (Bauerntabak) und Nicotiana tabacum (Virginischer Tabak), der für die Produktion von hochwertigen Tabakerzeugnissen von besonderer Bedeutung ist. Von letzterer Art sind zum Beispiel besonders die Ausprägungen Virginia und Burley weit verbreitet. Die Pflanzen können eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Optimal wachsen sie bei Temperaturen zwischen 15 und 27 Grad Celsius. In Deutschland wird Tabak derzeit in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und Rheinland-Pfalz angebaut. Die weltweit größten Anbaugebiete finden sich beispielsweise in Griechenland, der Türkei sowie in China, Brasilien, Indien und den USA.

TabakKultur ist Wissen.

Die Methoden und Techniken des Tabakanbaus und der Verarbeitung des Tabaks wurden und werden immer weiterentwickelt. Die Produktion von den ursprünglichen, traditionellen Produkten Feinschnitt, Pfeifentabak, Kau- und Schnupftabak ist eine hohe Handwerkskunst – unterstützt von zum Teil moderner Technologie. Es erfordert viel Erfahrung, die richtige Mischung der etwa 20 Sorten und damit den unverwechselbaren Geschmack der verschiedenen Tabakerzeugnisse zu gewährleisten.

In den überwiegend mittelständisch geprägten, teilweise familiengeführten Betrieben der Rauchtabakindustrie wird das Wissen rund um den Tabak seit Generationen weitergegeben und verfeinert. Die große Erfahrung der Mitglieder des VdR schlägt sich auch im Import von Zigarren und Zigarillos aus aller Welt nieder.

Dank der großen Fertigungskunst ist die TabakKultur vielfältiger geworden: Auch durch die besondere Verarbeitung seitens der Unternehmen im VdR Verband der deutschen Rauchtabakindustrie e.V. entstehen zirka 300 Feinschnitt-, etwa 700 Pfeifentabak- und annähernd 100 Kau- und Schnupftabakmarken, um den vielfältigen Wünschen der Konsumenten gerecht zu werden.

TabakKultur ist Individualität.

Die TabakKultur findet ihren Ausdruck aber nicht nur in der Herstellung. Auch die Nutzung ist immer Ausdruck der Individualität und damit ein kulturelles Statement. Wer den Rauchgenuss ganz dem eigenen Geschmack und der Situation anpasst, wird wahrscheinlich Feinschnitt wählen und sich seine Zigarette selbst drehen oder stopfen, um den Tabak durch seine Sinne fühlend, riechend und schmeckend wahrzunehmen. Menschen, die sich gerne Zeit lassen, demonstrieren mit einer aromatischen Pfeife ihren Sinn für Genuss und Hingabe. Traditionsbewusste Menschen, gerade in Süddeutschland, greifen gerne auf die rauchlose Variante, den Schnupftabak, zurück. Und nicht zuletzt sind da noch die Raucher, die mit Zigarre und Zigarillo ihrem Gespür für besondere Genuss-Momente Ausdruck verleihen.

Obwohl jedes Tabakprodukt einen eigenen Charakter hat und ganz individuelle Vorlieben erfüllt, so haben sie alle doch eines gemeinsam: Ihr Genuss hat etwas Verbindendes, ist ein kommunikatives Ritual, das Menschen zusammenführt.

TabakKultur und der VdR: Vielfalt fördern. Vielfalt schützen.

Der VdR sieht es als seine Aufgabe an, das reichhaltige Erbe der TabakKultur zu bewahren und zu fördern. Dazu gehört beispielsweise der Einsatz für eine Politik mit Augenmaß mit Blick auf die besonderen Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen der Rauch-, Kau- und Schnupftabakindustrie. Bei seinem Handeln ist sich der VdR seiner Verpflichtung bewusst, für einen verantwortungsvollen Umgang der Konsumenten mit den von seinen Mitgliedsfirmen angebotenen Tabakprodukten einzutreten. Das gilt besonders für den Jugendschutz, denn Tabak gehört ausschließlich in die Hände von Erwachsenen. Verantwortungsbewusstes Handeln gehört ebenso zur TabakKultur wie Tradition, Wissen und Individualität.

Das Papier zur TabakKultur herunterladen (PDF)